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Vorführung des Films
Vorführung des Films

Vorführung des Films "Mr. Nobody" in Berlin

Wenige Stunden vor Beginn der Oscar-Verleihung in Berlin wird der Dokumentarfilm "Mr. Nobody" gezeigt. Der Film wurde für den Oscar 2026 nominiert, gewann den BAFTA-Preis der Britischen Akademie und wurde auf dem Sundance Festival (USA) ausgezeichnet. Nach dem Film wird Alexander Smolyansky mit Irina Shcherbakova, Historikerin und Mitbegründerin der Memorial Society, diskutieren. Es wird ein Gespräch über Zeit, Erinnerung und uns selbst sein.
Informationen

Dauer: 90 min

Auf Russisch mit deutschen Untertiteln

Standorte

März 2026 (1 Veranstaltung)
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Vorführung des Films "Mr. Nobody" in Berlin
15.03.2026 15.03.2026
15
Mär 2026
So, 17:00
Berlin
Jüdische Gemeinde

Eventbeschreibung

Die einzige Berliner Vorführung des Dokumentarfilms, der in Russland "Mr. Nobody" heißt, in der Welt aber als "Mr. Nobody Against Putin" bekannt ist. Der Film wurde für den Oscar 2026 nominiert, gewann den Bafta Award, erhielt den Spezialpreis der Jury auf dem wichtigsten unabhängigen Filmfestival Sundance (USA) und gewann auf 17 weiteren internationalen Filmfestivals.

Der Protagonist und Co-Regisseur des Films, der Lehrer Pavel Talankin, fängt den erschreckenden Wandel der russischen Schulen ein. Der Zuschauer sieht, wie sich die Schulen in eine Plattform für ideologische Verarbeitung und die Auferlegung eines neuen Weltbildes verwandeln. Dies ist nicht nur eine dokumentarische Chronik, sondern eine eingehende Studie über die ethische Sackgasse, in der sich ein normaler Mensch befindet, der gezwungen ist, innerhalb der Propagandamaschine zu existieren. Nach der Vorführung wird Alexander Smolyansky mit Irina Shcherbakova, Historikerin, Totalitarismusforscherin und Mitbegründerin der Memorial Society, über den Film diskutieren.

Dabei werden u. a. folgende Fragen erörtert:

  • Wie korrelieren die im Film gezeigten Propagandamechanismen historisch mit den Erfahrungen der totalitären Regime des letzten Jahrhunderts?
  • Warum werden Schulen und Kinder immer wieder zur ersten und wichtigsten Zielscheibe ideologischer Aufarbeitung?
  • Warum akzeptieren die Menschen so leicht das Absurde als Norm?
  • Wo liegt die Grenze zwischen Konformität zum Überleben und Komplizenschaft bei Verbrechen?
  • Was geschieht mit dem historischen Gedächtnis, wenn der Staat die Deutungshoheit über die Vergangenheit vollständig an sich reißt?
  • Wie verändern die Ersetzung von Begriffen und die Verzerrung der Sprache das Denken und formen den "neuen Menschen"?
  • Was zeigt dieser Film: die lokale Tragödie einer Gesellschaft oder die globale Anfälligkeit der menschlichen Natur für Propaganda?
  • Wie wird die Generation aufwachsen, die ihre Schulzeit unter Bedingungen der totalen ideologischen Bearbeitung verbracht hat, und gibt es eine Chance für ihre "Genesung"?
  • Wie lassen sich innere Freiheit, Menschenwürde und gesunder Menschenverstand unter dem Druck der Diktatur bewahren?
  • Welches Fundament für die Zukunft wird gerade gelegt, und gibt es in dieser Zukunft Raum für historische Wahrheit?

Dies wird ein Gespräch über die Zeit, die Erinnerung und uns selbst sein.

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